Ingenieurvermessung

Allgemeine Anforderungen

Gemäß DIN 18710-1

Bild zur Zuordnung der vermessungstechnischen Aufgaben bei Ingenieurvermessungen
Aufgabenbereiche von Ingenieurvermessungen

Ingenieurvermessung – synonym für Ingenieurgeodäsie

Vermessung im Zusammenhang mit der Aufnahme, Projektierung, Absteckung, Abnahme und Überwachung von Bauwerken oder anderen Objekten. Sie bildet das Spektrum an Vermessungsarbeiten, die mit technischen Projekten anderer Disziplinen (z. B. Bauwesen) in Verbindung stehen.

Messobjekte der Ingenieurvermessung sind z. B. Planungsareale für Baumaßnahmen, bauliche Anlagen. Es wird zwischen der vermessungstechnischen Aufnahme eines Bauwerkszustandes und einer vermessungstechnischen Erfassung und Analyse des Bauwerkverhaltens unterschieden. Eine Zustandsaufnahme des Messobjekts beinhaltet eine momentane Ist-Dokumentation (z. B. Abweichung der Baugeometrie gegenüber einem früheren (Soll-)Zustand). Eine baugeometrische Untersuchung der Mechanik eines Messobjektes beinhaltet die periodische oder permanente Erfassung von Objektpunktbewegungen.

Die (geometrische) Projektierung ist die Festlegung geometrischer Größen des Sollzustandes eines Objektes. Für die Projektierung werden im Regelfall vermessungstechnische Lage- und Höhenpläne benötigt, sodass üblicherweise die vermessungstechnische Aufnahme von geometrischen Größen des Objektes vorausgeht.

Die vermessungstechnischen Arbeiten zur Projektausführung umfassen die Absteckung geometrischer Größen einer Projektierung in die Örtlichkeit und Kontrollvermessungen.

Die Abnahmevermessung ist eine Kontrollvermessung als Grundlage für vertraglich vorgesehene Abnahme einer Projektausführung.

Die Überwachungsvermessung dient der Feststellung von Bewegungen und Verformungen eines Objektes.